Mieke in der Weltelite

Mieke Kröger wird Vize-Weltmeisterin

Die Titelverteidigung im Teamzeitfahren verpasste die Teutoburgerin im Dienste des Canyon-SRAM-Damenteams zwar, aber sollte man enttäuscht sein über den zweiten Platz bei einer Weltmeisterschaft?  Ganz sicher nicht! Der RVT sagt mit größtem Respekt vor dieser Leistung und voller Stolz: Herzlichen Glückwunsch Mieke!

Allein die äußeren Bedingungen in Doha lassen erahnen, wie viel Anstrengungsbereitsschaft und Selbstüberwindung hinter dieser Leistung stecken. Bei Temperaturen um die 40 Grad im Schatten (aber wo ist der in der Wüste?) hatten die Damenteams ihre Wettkämpfe zu bestreiten. Der Fall der niederländischen Meisterin Anousca Koster, die mit einem Hitzschlag orientierungslos in die Abgenzungen fuhr, setzt hinter die Wettkampfbedingungen ein großes Fragezeichen. Schon im Vorfeld äußerte Mieke, dass es nicht nur um das leistungsstärkste, sondern auch um das hitzebeständigste Team gehen würde. Während die Austragung der Fußball-WM in Qatar scharf kritisiert wird, scheinen  Rennfahrern und -fahrerinnen über die nötige Leidensfähigkeit zu verfügen. Oder welchen Grund sollte es sonst geben, eine Rad-WM in einen Wüstenstaat zu vergeben?


 

Mieke in Vorfreude auf Rio

Interview Mieke mit dem Deutschlandradio

Hier zu hören und zu sehen: Link


Mieke ist Deutsche Meisterin!

Im Straßenrennen der Elite-Frauen gelang ihr ein taktischer Coup.

In der vorletzten Runde fährt Mieke nach vorn zu Romy Kasper. Von da an ist es ihr Rennen. Auf einem Gegenwindstück legt sie die dicke Walze auf und stellt ihre Begleiterin ab (wie es ein anderer Teutoburger so nett formuliert hat). "Go Mieke, go go..." so feuert sie sich auf den letzten Metern nach eigenem Bekunden selber an und hat auf dem Zielstrich nicht mehr die Kraft zum Jubeln.  Ein Traum wird wahr.

Ohne die Unterstützung von Worrack und Brennauer hätte das so nicht laufen können. Das aber schmälert Miekes Leistung nicht im Geringsten - im Gegenteil. Die beiden großen Damen des deutschen Radsports verzichten auf ihre Siegchancen und lassen Mieke fahren, stellen sich in ihren Dienst. Sie glauben an ihre Fähigkeiten und stecken für "das Küken" zurück. Wie viel Respekt, Anerkennung, Vertrauen und Sympathie steckt dahinter. Das bekommt man nicht geschenkt, das hat Mieke sich erarbeitet und verdient. 

Im Ziel fallen die drei sich in die Arme. Da hält man offensichtlich nicht nur beim RV Teutoburg große Stücke auf Mieke und ist stolz auf ihre Erfolge.

Bericht auf rad-net: Link

Herzlichen Glückwunsch vom Heimatverein!

 

Foto: Werner Möller 


Olympiaquali geschafft!

Mieke Kröger ist in Rio dabei

Der ein oder andere mag sich an das Spinnbikeduell zwischen Stefan Raab und Erik Zabel erinnern: Raab drückte 1072 Watt, Zabel 1075 Watt. Raab daraufhin zu Zabel: "Das ist ja kaum mehr!" Zabel: "Reicht aber!" Diese einfache Radsportwahrheit beherzigte der Damenvierer bei der Bahn-WM in London. Der 10. Platz war jetzt nicht unbedingt der glanzvolle Auftritt, reichte aber für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Im Jubiläumsjahr wird Mieke Kröger vom  RV Teutoburg Brackwede als einizge Bielefelder Teilnehmerin an den Zuckerhut entsandt. Herzlichen Glückwunsch Mieke. Wir sind sehr stolz auf Dich.  

 

Erlkönigin gesichtet

Soviel war klar: nach einem sehr erfolgreichen Jahr mit dem Weltmeistertitel im Teamzeitfahren verabschiedet sich der Sponsor Velocio-Sram vom Frauenradsport. Auch dass Teammitglieder vom neuen Sponsor Canyon-Sram übernommen wurden war kein Geheimnis mehr.

Auf einer Trainingsausfahrt nahe Oelde wurde nun aber ein Teammitglied im neuen Outfit und mit dem neuen Material gesichtet. Teamkleidung von Rapha, die Winterweste in einem schönen altrosa und ein brandneues Canyon Ultimate, Jahrgang 2016, mit der neuen, drahtlosen Sram Elektronikschaltung. Alles sehr schön und sehr schnell – zu schnell für den Teutoburg Paparazzi und seine eilig hervor gezogene Handy-Kamera. Trotzdem wollen wir die einmaligen Schnappschüsse niemandem vorenthalten.

 

Nun aber zu Mieke Kröger, der schnellsten Teutoburgerin aller Zeiten.

Rio im Blick

Das große Ziel für 2016 ist natürlich die Qualifikation für Rio. In ihrer Paradedisziplin, dem Einzelzeitfahren ist eine Nominierung eher unwahrscheinlich. Der Kurs ist mit Steigungen bis zu 13% gespickt. Das hat mit Einzelzeitfahren nicht mehr so viel zu tun und ist nichts für kräftige Fahrerinnen wie Mieke und all die Tempobolzer, die diesen Wettkampf sonst dominieren. Mieke setzt daher auf die Bahn. Das Projekt Qualifikation ist aber noch nicht in trockenen Tüchern. Nachdem kürzlich in Neuseeland die Finalrunde verpasst wurde – nicht zuletzt weil Mieke wegen einer richtig fetten Erkältung nicht starten konnte – kommt es in den folgenden Weltcups auf gute Ergebnisse an, damit der Traum Olympiateilnahme Wirklichkeit wird.

Saisonplanung 2016

Mit großer Vorfreude geht Mieke ansonsten in die Saison 2016. Schon bei den ersten Vorbesprechungen der Saisonziele hatte sie den Eindruck, dass es hier nicht nur um Ergebnisse geht, sondern dass auch auf ihre sportliche Entwicklung insgesamt geachtet wird. Als Anzeichen dafür mag gelten, dass man Mieke nach der Bahn WM Ende März in London eine längere Ruhepause gönnen wird, bevor die Straßensaison für sie  richtig anlaufen wird.

Neben Trixie Worrack und Lisa Brennauer sind weitere gute Bekannte aus dem Velocio-Team dabei. Alles spricht dafür, an die erfolgreiche Arbeit aus dem letzten Jahr anknüpfen zu können. Trainingsaufenthalte in Mallorca sind eingeplant, aber Mieke wird sich wohl auch die Zeit nehmen dürfen für ihre "Solofluchten" mit kleinem Gepäck durch unsere weitere Heimat.

Mit der neuen Teamausstattung hat Mieke sich ebenfalls schon vertraut gemacht: „Das Rad fühlt sich super an. Es fährt sich eine Spur handlicher als das Cervelo vom letzten Jahr, lenkt besser in Kurven ein, ohne dabei nervös zu wirken. Ich mag das.“ Dekor und Farbgebung von Rad und Kleidung spielen ein bisschen mit den Farben des Regenbogens. Vielleicht ist das schon ein Anspielung auf das zweite Saisonhighlight, die Weltmeisterschaft in Katar im Oktober? Der topfebene Kurs sollte Mieke liegen, bleibt nur abzuwarten, wie sie mit Hitze und Wind zurecht kommt.

Sehr positive Vorzeichen für die kommende Saison also. Drücken wir Mieke die Daumen, dass sich das ein oder andere Ziel realisieren möge!

 

Rad-WM in Richmond/USA

Sieg nach Herzschlagfinale

Mieke Kröger ist Weltmeisterin

Zusammen mit ihrem Team Velocio Sram steht Mieke ganz oben auf dem Treppchen: Im einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale holte sich die deutsche Mannschaft die Goldmedaille. Das niederländische Team  Boels Dolmans lag stets in Schlagweite. Die Zwischenzeiten zeigen ein ums andere Mal, wie eng das Rennen war.

Das letzte Flachstück gingen die Velocios noch mit einigen Sekunden Rückstand an. Dann legte Mieke die große Mühle auf und fuhr ihr Team in den Schlussanstieg. Noch 3 Sekunden Rückstand! Ab hier mussten Bernauer, Worrack und Co das Ding alleine zuende fahren. Mit einem Vorsprung von 6 Sekunden gelang dies schließlich auch.

Für Mieke ist dies nach dem Weltmeistertitel in der Juniorinnenklasse und Europameistertiteln in der U23 der erste ganz große Titel in der Frauen-Elite. Was für ein Tag!


 

Von der Bahn-WM in Paris

Der Bahn-Vierer mit Mieke konnte Italien erfolgreich schlagen und ist in der Teamverfolgung  7. geworden. Herzlichen Glückwunsch!
 
Die UCI hat einen YouTube-Kanal eingerichtet, wo die Wettkämpfe und Zusammenfassungen verfolgt werden können:
 

Ein schöner Artikel über Mieke: hier


 
Neues Team für Mieke Kröger

Mitspielen im Konzert der Großen

 

Mit Beginn der neuen Saison wechselt die stärkste Fahrerin des RV Teutoburg Brackwede das Team. „Mir liegt ein Angebot von Velocio SRAM vor“, erklärte die erfolgreiche Rennfahrerin unlängst am Trainingstreffpunkt des Brackweder Radfahrervereins mit breitem Grinsen.

Velocio SRAM – nie gehört? Wer sich hinter dem neuen Namen verbirgt wird schnell deutlich, wenn man weiß, dass die Equipe in der vergangenen Saison unter „Spezialized Lululemon“ den zweiten Platz in der Weltrangliste belegte. Mit Lisa Brennauer und Trixi Worrack sind die beiden besten deutschen Damenradprofis dabei. Man dominierte die deutschen Rundfahrten der Frauen und errang weitere Siege bei hochrangigen Rennen in den Niederlanden sowie in Kanada und den USA. Überragend war aber sicherlich der Gewinn der Weltmeisterschaft im Teamzeitfahren sowie der WM Titel Einzelzeit und die Silbermedaille im Straßenrennen für Teammitglied Brennauer.

 

Hinter dem neuen Teamsponsor steckt ein US-amerikanischer Hersteller für Radkomponenten und ein Schweizer Anbieter für Sportbekleidung. Weiterhin wird das Team mit einigen Amerikanerinnen, Australierinnen und Fahrerinnen aus Italien und Weißrussland sehr international besetzt sein. Mieke wird zu den jüngeren Teammitgliedern gehören. Sie sieht gute Voraussetzungen, ihre Karriere auf der Bahn mit den Herausforderungen in einem internationalen Spitzenteam unter einen Hut zu bekommen. „Das Ticket nach Rio 2016 bleibt natürlich ein großes Ziel für mich. Die größten Chancen habe ich bei den Bahnwettkämpfen. Ich denke, dass ich viel von den erfahren Teammitglieder lernen kann. Ich finde ein sehr professionelles Umfeld und bewährte Teamstrukturen vor. Das ist echt eine Riesenchance“, freut sich Mieke. Und dann klickt sie in die Pedale, reiht sich in die Teutoburger Trainingsgruppe ein und plaudert ein wenig mit Rick, Louisa und Tobias aus der Nachwuchsabteilung des RV Teutoburg Brackwede.

 

Mieke erringt Platz 4 bei WM

Eine ganz Große unter den Größten! 

Mit einer sensationellen Leistung trumpft Mieke Kröger bei der Rad WM im spanischen Ponferrada auf. Auf der ganzen Welt sind derzeit nur drei Frauen schneller auf dem Rad: Evelyn Stevens aus den USA, Anna Solovey aus der Ukraine und Miekes Teampartnerin Lisa Brennauer, die neue Weltmeisterin im Einzelzeitfahren wird. Mieke verpasst das Podium nur um sieben Sekunden.

 

Zuvor hatte Mieke zunächst die Bestzeitmarken der vorausfahrenden Konkurrenz pulverisiert und dann rund dreißig Minuten auf dem heißen Stuhl der aktuell Führenden Platz nehmen dürfen. Erst nach dem Zieleinlauf der Topfavoritinnen musste sie sich erheben.

Mieke war im Ziel völlig entkräftet mehr vom Rad gefallen als abgestiegen. Die ungeheuren Strapazen ihres Temporitts über 39,26.45 Min mit einem Schnitt von rund 45 km/h waren ihr ins schmerzverzerrte Gesicht geschrieben. Das Betreuerteam hatte nicht nur Schweiß, sondern auch Tränen der Erschöpfung abzutrocknen. Mieke hatte einfach alles gegeben!

Die britischen Kommentatoren wirkten zunächst sehr überrascht, auch die Kameramotorräder hatten Mieke eher selten vor der Linse. Gleichwohl würdigten sie Miekes Leistungen im weitern Rennverlauf über die Maßen, vor allem mit Blick auf ihr WM Debüt als gerade mal 21-jährige.: impressivly, sensational, spectacular, the future of german cycling .. Der RV Teutoburg schließt sich diesen Worten vollumfänglich und mit großem Stolz an! Herzlichen Glückwunsch Mieke! Es ist einfach schön, Dich unter uns zu haben.

Der Tag heute brachte dem deutschen Radsport neben Miekes Erfolg zwei weitere Golmedaillen für Lisa Brennauer – siehe oben - und dem Cottbuser Lennard Kämna. Vielleicht wird heute abend ja ein wenig gefeiert in Spanien.


 

 

Mieke bei der WM Zeitfahren

Quelle: Yahoo Euro Sport

Der Wettkampf beginnt morgen, Di 23.09. um 14:30, Miekes Start ist um 15:26. Im Fernsehen wird es wohl nicht übertragen, aber vielleicht hier:Muax

 

 

 

Nachlese

Bahn EM in Anadia

„Der Titelgewinn in der Einerverfolgung ist natürlich mein größter Erfolg, aber mit der Leistung unseres Vierers kann man auch sehr zufrieden sein“. Mieke zog ein paar Tage nach den Titelkämpfen in Portugal erwartungsgemäß ein sehr positives Fazit. „Wir sind dort deutschen Rekord gefahren, das klappt nur, wenn alles zusammen passt. Wir sind am Start gut rausgekommen und auch die Wechsel haben so gut funktioniert, dass jede von uns an ihrer absoluten Leistungsgrenze gefahren ist. Ich war immer anderthalb bis zwei Runden vorne, dass tat schon mächtig weh!“

 

Da Miekes Einsatz in den anderen Bahndisziplinen nicht vorgesehen war, hatte sie sogar ein paar Stunden Freizeit – Pardon, „aktive Erholung“. Zusammen mit einigen Teammitgliedern setzte man sich aufs Rad und fuhr zur nur 40 km entfernten Küste. Der kleine Betriebsausflug wurde zweifach gekrönt: Mit einem Bad im eiskalten Atlantik und einem veritablen Sonnenbrand auf den Schultern der Teilnehmerinnen. Ein Mitbringsel aus Portugal, das noch heute morgen bei der Trainingsrunde daheim an die erfolgreichen Tage erinnerte.

Auf die Frage, ob die Europameisterschaft in der Liste ihrer persönlichen Erfolge nun ganz oben stehe, antwortete Mieke ausweichend: „Klar, das ist schon was ganz schön großes. Aber meine ganz persönliche Freude war damals beim Juniorinnen-WM-Titel in Moskau vielleicht noch etwas größer.“

Mieke ist erst vor ein paar Tagen 21 Jahre alt geworden. Gut möglich, dass noch der ein oder andere Titelgewinn dazukommen wird. Welcher dann der schönste oder wichtigste ist, kann sie ja in 20 Jahren immer noch entscheiden.

 

Mit dem Sieg in Nyon löste Mieke auch das Ticket zur Rad WM nach Ponferrada in Spanien. Dort wird sie sich am 23.September im Einzelzeitfahren mit der Weltelite messen.

 

Mieke Kröger Europameistein in der 1er Verfolgung

"Mieke Kröger Europameisterin"  hatte ich schon unter Strg c gespeichert, deshalb war die neue Schlagzeile schnell erledigt.

She did it again! Wow!  Glückwunsch und höchste Anerkennung. 

Der erste Titelgewinn beim Einzelzeitfahren liegt schon etwas zurück und Mieke hatte Zeit, das Erlebte etwas sacken zu lassen. Ihr Rückblick;

 

"Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen und langsam aber sicher habe ich realisiert, dass ich letzten Donnerstag tatsächlich U23-Europameisterin im Zeitfahren geworden bin.

Schon früh morgens mussten wir Zeitfahrerinnen raus, Lisa Fischer um 5:00 Uhr, Corinna kurz danach und ich um 6:00 Uhr … vor dem Frühstück wollten wir alle unseren Kreislauf auf der Rolle etwas auf Schwung bringen.

Schon um 9:15 Uhr erfolgte der erste Start durch Fischi (Lisa). Es war kalt, nass und naja …früh halt. Corinna startete um 9:24 Uhr. Ich startete als Fischi schon wieder im Ziel war, um 10:05 Uhr. Jetzt war es kalt, nass und nicht mehr ganz so früh.

Kurz nach dem Start ging es links ab und direkt hoch. Sowieso ging es im Großen und Ganzen nur hoch. Bis auf die Abfahrt, da ging es runter … allerdings konnte man dort auf regennasser Fahrbahn, gespickt mit leuchtend gelben Zebrastreifen und viel zu vielen Gullideckeln, nur Zeit verlieren, anstatt gut machen.

Physikalische Gesetzmäßigkeiten sind kompliziert, in Physik war ich nie gut und deshalb kann ich diese auch nicht so einfach außer Kraft setzen.

Also musste ich mich wohl mit dem Berg anfreunden und einfach schneller drüber fahren als alle anderen … hat ja auch geklappt.

Als ich im Ziel war, war ich nass, mir war warm und mit meinen Beinen war nichts mehr anzufangen. Hat sich aber gelohnt … Bestzeit.

Auf dem Weg zum heißen Stuhl wurde mir kalt … ich zog mich also um und im Nu stand auch schon fest, dass keine andere Fahrerin schneller war als ich …a m Ende saß ich nicht eine Minute auf dem heißen Stuhl, sondern wurde direkt zur Siegerehrung gescheucht. Danach noch ein Interview und danach Dopingkontrolle. Am Abend flog ich nach Berlin und um 0:30 Uhr lag ich in Frankfurt an der Oder im Bett. Morgens wurde ich von dem wunderbaren Lärm der Stendaler Straße geweckt, ging frühstücken, wurde natürlich von den anderen Mädels begrüßt und beglückwünscht. Um 10:00 Uhr packte ich mein Rad aus und kullerte etwas an der Oder entlang…24 Stunden nach dem Zeitfahren begann ich endlich zu realisieren, was ich da geschafft hatte. Ein schönes Gefühl …"

 

Diesmal noch schneller als die anderen unterwegs...

Mieke Kröger Europameisterin im Einzelzeitfahren

Mieke hat heute (10.07.) ihren nächsten Coup gelandet: in Nyon wurde sie Europameisterin im Einzelzeitfahren (U23 Frauen) und fuhr die anspruchsvollen 26,9 km in 40:17 Minuten. Herzliche Glückwünsche!

Gold für Deutschland: Die neue Zeitfahr-Europameisterin Mieke Kröger auf dem Podium in Nyon mit der Französin Severine Eraud (links) und der Schweizerin Ramona Forchini. Foto: UEC


 

 

Mal wieder richtig schnell unterwegs

Mieke Kröger auf Platz 4.

Mit der immer etwas undankbaren "Blechplakette" in Gepäck reist Mieke aus dem hessischen Edermünde nach Hause. Bei der Deutschen Meisterschaft der weiblichen Elite errang sie im Einzelzeitfahren mit einem Schnitt von 42,62 km/h den vierten Platz hinter den erfahrenen "Alt"meisterinnen des nationalen Damenradsports Lisa Brennauer, Trixi Worrack und Charlotte Becker. Lange Zeit saß Mieke mit der Bestzeit auf dem heißen Stuhl, nachdem sie die Zeiten der vor ihr gestarteten mit über 2 Minuten Vorsprung pulverisierte.

Foto: rad-net.de/Mareike Engelbrecht

Foto: rad-net.de/Mareike Engelbrecht

Erneut stellte sie damit in ihrer Paradedisziplin Einzelzeitfahren unter Beweis, dass sie sich jederzeit mit den Besten des Landes messen kann. Chapeau und Herzlichen Glückwunsch!

 

Mieke Kröger wird Deutsche Meisterin im Omnium

Mit dem zweiten Deutschen Meistertitel beendet Mieke in Berlin ihre Saison 2013 mit einem Paukenschlag.  In der Summe der Einzeldisziplinen konnte ihr keine der Konkurrentinnen auf der Radrennbahn den Rang streitig machen. Wir freuen uns mit Mieke, die sich damit ihr wahrscheinlich größtes Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr aus der Bundeshauptstadt mitbringt.

Herzlichen Glückwunsch! 

 


2. Juni 2013:

Deutsche Meisterin am Berg! Herzlichen Glückwunsch!

 


 

Die Universal-Spezialistin

Mieke Kröger gewinnt Deutsche Bergmeisterschaft

Einzelzeitfahren, Bahn und nun auch noch Berge - die Liste von Miekes Lieblingsdisziplinen wird immer länger.  Mit einem Sieg im Bundesligarennen im pfälzischen Auenstein stellte Mieke nun auch ihre Qualitäten als Bergziege eindrucksvoll unter Beweis. Während der RVT am Bielstein die vereinsintere Rangfolge an der Steigung unter sich ausmachte (s.u.), griff die Teutoburgerin im Trikot von Futurumshop.nl mit Erfolg nach der Deutschen Meisterschaft in der Frauen-Eliteklasse.

Bleibt hinzuzufügen, dass sie mit diesem Sieg auf Platz zwei der Bundesliga aufrückt.

Foto: Thorsten Wieking

Meldung dazu auf rad-net


 

 

Bahn WM in Minsk

„Nicht meine Woche“

Mieke Kröger zieht Bilanz

Auf der Haben-Seite von Miekes erstem richtig wichtigen Einsatz in diesem Jahr steht die überragende Gesamtbilanz des deutschen Bahnteams. Die insgesamt erreichten Ergebnisse und Erfolge stimmten alle Beteiligten sehr zufrieden. Glückwunsch dazu natürlich auch aus Brackwede!

Mit ihren persönlichen Leistungen haderte Mieke dieses Mal allerdings. „Die Zeit in der Einzelverfolgung war mäßig, da war ich schon deutlich schneller unterwegs. Schade“, blickte Mieke sehr kritisch auf eine ihrer Paradedisziplinen zurück. „In der Mannschaftsverfolgung hatte ich den Job, jeweils ein halbe Runde Führung zu führen. Das fühlte sich zwar nicht wirklich gut an, ging aber doch wenigstens einigermaßen. Größere Probleme hatte ich, anschließend wieder den Weg in die Reihe zu finden. Die Bahn in Minsk hatte sehr wenig Kurvenüberhöhung, ich bin einfach schlecht wieder hinten dran gekommen. Unterm Strich stand ich so viel häufiger im Wind, als nötig.“

Als Ursache für die tatsächlich wohl unter den Erwartungen liegenden Leistungen gab Mieke eine Erkältung in der entscheidenden Vorbereitungsphase an. Mieke reihte sich da ein in eine ganze Reihe mehr oder weniger stark erkrankter Teutoburger: Stefan, Martin, Markus, Jürgen, Paul...und dann auch noch Mieke. Dieser fiese Virus machte wirklich vor gar nichts halt.

„Ich war einfach nicht so fit wie sonst“ hakte Mieke die Wettkämpfe ab. Nächste Woche geht es wieder mit dem Nationalteams der Damen und Juniorinnen auf Malle. Beste Voraussetzungen für Gute Besserung!


 

Einrollen im Wüstensand

Kröger beendet Ladies Tour of Quatar

Während der Teutoburger derzeit eher trübsinnig ob der mäßigen Trainingsbedingungen aus dem Fenster schauen dürfte absolvierte Jungprofi Mieke Kröger ihren ersten Saisonstart unter der heißen Sonne des Nahen Ostens. Bei der Tour of Quatar startete sie im Schwarz-Rot-Gold Trikot für den BDR und belegte am Ende einen Platz im Mittelfeld. Ob ein gewisser Herr Kuba aus der Nachbarschaft am Streckenrand stand?

Wichtiger als das Ergebnis dürfte die Rennerfahrung im Kreis der internationalen Frauen-Elite zählen. Und nicht zuletzt sicher auch die gefahreren Rennkilometer zum Formaufbau. In wenigen Tagen schon wird Mieke unter vermutlich gänzlich anderen klimatischen Bedingungen an der Startlinie bei der Bahn-WM in Minsk stehen.

Neues Interview von Mieke: rad-net


 

Neue Kadettin in der Sternenflotte

Polaris Team mit Mieke Kröger

Das niederländische Frauenradteam Polaris hat zugegriffen: Miekes Stern wird 2013 im Norden leuchten: das neu gebildete Team Polaris ist vom Altersschnitt her das jüngste Profiteam des internationalen Frauenradsports. Die 19-jährige Teutoburgerin passt da ganz ausgezeichnet ins Mannschaftsprofil. Nebenher gibt es ein Wiedersehen mit Sara Lena Hoffmann. Mieke verbindet mit der ein Jahr älteren Rennfahrerin eine enge Bekanntschaft aus alten Juniorinnen- Bundesligatagen. Sicher freut sie sich auf ein Wiedersehen. Gute Vorzeichen für die nächste Saison. 


 

 

Interview mit Mieke Kröger im Sonntagstalk bei Radio Bielefeld:

hier zu hören


 

Bahnradsport von seiner schönsten Seite

Holz macht keine Schürfwunden

 

Mieke Kröger kuriert sich aus

Seit Freitag schon weilt Mieke nach ihrem Sturz in Glasgow und der Schlüsselbein-OP in Freiburg wieder in ihrer Heimatstadt. Leichtes Rollentraining ist angesagt. Um ihre Platzierung besorgte Wintercupler des RVT können aber aufatmen: Am Tischtennisturnier kann Bielefelds beste Radfahrerin nicht teilnehmen: "Es war das rechte Schlüsselbein. Einen Tischtennisschläger kann ich noch nicht richtig halten."

Trotz des schmerzhaften Abgangs bilanzierte Mieke aber postiv: "Erstmal ist ja gut, dass die Brandwunden auf der Haut gar nicht richtig bluten. Ich bin aber auch sonst mit meinen Ergebnissen in Glasgow bis zum Ausscheiden ganz zufrieden. Und das BDR-Team hat gewonnen. Schön, dass ich bei der SIegerehrung noch dabei war."

Den Rest des Jahres kann Mieke es nun etwas ruhiger angehen. Erst im Januar ist wieder Rennalltag angesagt. Der nächste Einsatz ist beim Wüstenrennen in  Katar geplant.

Für starke Nerven: Miekes Sturz ist hier zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=67HeboRI3E8


 

Interview

Unklare Rennsituation

Mieke Kröger steht vor wichtigen Entscheidungen

 

RVT: Mieke, für uns Breitenradsportler ist der November der „Ruhemonat“. Ist das für dich genauso oder ist nach der Saison vor der Saison.

Mieke: Ja, eher so. Ich fahre morgen auf einen Trainingslehrgang nach Frankfurt/Oder, der ist gleichzeitig Wettkampfvorbereitung für den nächsten Bahnweltcup in Glasgow Mitte November. Dort gehe ich im Omnium an den Start. Neben der 1er Verfolgung stehen dort die fliegende Runde und 500m Zeitfahren auf dem Wettkampfprogramm. Und natürlich Punktefahren, Scratch und Ausscheidungsrennen.

RVT: Die Einzeldisziplinen und das Fahren gegen die Uhr zählen ja zu deinen Paradedisziplinen. Nun fährst du verstärkt auch die Wettkämpfe mit direkter Konkurrenz. Welche Ziele verbindest du damit?

Mieke: Meine erste Elitesaison hat mir gezeigt, dass ich noch vieles lernen muss, vor allem das Zurechtkommen in engen Rennsituationen. Im nächsten Jahr möchte ich mit etwas mehr Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen am Start stehen. Durch die Wettkämpfe auf der Bahn kann ich mich darauf ganz gut vorbereiten.

RVT: Konkret: wie müsstest du in Glasgow abschneiden, damit du die Sache für dich als Erfolg verbuchen kannst?

Mieke: Das hängt sehr davon ab, welche Starterinnen am Ende tatsächlich teilnehmen. In der 1erVerfolgung wäre ich schon gerne ganz vorne dabei, vielleicht sogar mit persönlicher Bestzeit. Wenn ich mich insgesamt im Mittelfeld platziere wäre ich sehr zufrieden.

RVT: Und danach? Was kommt im Winter, was in der nächsten Saison?

Mieke: Da ist noch vieles in der Schwebe. Es gibt zwar Gespräche mit interessierten Teams, aber sowohl von meiner Seite als auch in der Rad-Szene insgesamt gibt es zur Zeit viele viele Unbekannte. Spruchreif ist deshalb noch nichts.

RVT: Bleiben wir zunächst in der Szene. Leider hat der Radsport durch die Veröffentlichung der Dopingvergangenheit von Armstrong und seinem Team wieder für dicke Negativschlagzeilen gesorgt. Schlägt das auch bis in den Profi-Frauenradsport durch?

Mieke. Das scheint so zu sein, obwohl der Frauenradsport bisher von großen Dopingskandalen ja verschont geblieben ist. Das ein so langjähriger und namhafter Sponsor wie Rabobank aussteigt zeigt aber, dass es wohl eine grundsätzliche Verunsicherung gibt. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass zumindest einige Teams selbst keine Planungssicherheit haben. Da ist es natürlich umso schwerer verlässliche Zusagen zu kriegen. Trotzdem hoffe ich, dass es irgendwo klappt.

RVT: Wie wirken die Vorgänge um Armstrong auf dich?

Mieke: Ich bin irgendwie auch froh, dass es nun öffentlich wird und wünsche mir, dass alle Verantwortlichen und Beteiligten nun endlich merken, was für uns Radsportler auf dem Spiel steht. Ich hoffe, dass die jüngsten Ereignisse sozusagen ein Paukenschlag sind, mit dem eine teilweise sehr unrühmliche Zeit zu Ende geht. Trotzdem muss das Thema in der Diskussion bleiben, damit es nie wieder so wird.

RVT: Du hast mit Blick aufs nächste Jahr aber auch von Unbekannten auf deiner Seite gesprochen.

Mieke: Ja, ich möchte gerne anfangen zu studieren. Am liebsten Sport, aber auch ein Studium der Neurowissenschaften würde mich sehr interessieren, gerade auch wegen der Nähe zum Sport.

Ich weiß noch nicht, ob und wie dass unter einen Hut zu bekommen ist, es wird bei meinen Entscheidungen für ein Team aber eine wichtige Rolle spielen. Beide Studiengänge wären mit einem Umzug nach Köln verbunden. Das steht also auch noch an.

RVT: Mieke, Hand auf´s Herz: Profisport oder Studium, was hätte im Moment Priorität?

Mieke: Ich hoffe, das beides zu machen ist. Aber ganz ehrlich: Ein Radrennen auf sagen wir mal regionaler Ebene ist für mich in Moment keine Herausforderung. Ich möchte mich als Sportlerin weiter entwickeln und wünsche mir sehr, die Gelegenheit zu bekommen.

RVT: Dann wird 2013 ja wohl das Jahr der Entscheidungen. Wenn du auf „deinen“ RV Teutoburg Brackwede blickst: Was verbindet dich mit deinem Heimatverein.

Mieke: Ich fühle mich hier gut aufgehoben. Im Verein habe ich das kleine 1mal1 des Radfahrens gelernt und konnte meine ersten Erfolge feiern. Auch als es dann weiter ging fühlte ich mich gut begleitet. Heute schätze ich es, dass viele Menschen im Verein meinen sportlichen Werdegang mit Sachverstand verfolgen und meine Leistungen einzuordnen wissen. Ich fahre immer noch gerne zum Vereinstraining, besonders mit unseren Jugendfahrern. Da bin ich immer ansprechbar. Aber sehr oft habe ich nun andere Trainingspläne und Veranstaltungstermine. Allzu häufig kann ich daher nicht mehr kommen.

RVT: Mieke, wir hoffen, dich noch oft in Bielefeld zu sehen. Für deine nächste Saison wünschen wir dir alles Gute, halt uns auf dem Laufenden.

Vielen Dank für dieses Interview.


 

Deutsche Meisterschaften Bahn in Frankfurt /O

Nächster Wettkampf - nächster Titel

Kaum eine Woche nach dem Gewinn der Vize-Europameisterschaft macht Mieke wieder en Ding klar: Auf der Radrennbahn in Frankfurt wird sie Deutsche Meisterin in der 1er Verfolgung. In Kürze weitere Details, jetzt erstmal: Gratulation zur ersten Meisterschaft in der Damen Elite!

 


Silber ist das neue Gold

Kröger U23 Vize-Europameisterin

EM Einzelzeitfahren in Goes/NL

 

Mieke beim ZieleinlaufMieke beim Zieleinlauf

 

„Vielleicht in die TOP Ten, wenn´s gut läuft“ so stapelte Mieke noch vor wenigen Tagen bei der Vorbereitung für die EM beim Delbrücker Einzelzeitfahren tief. Nun ist es die Silbermedaille geworden. „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.“ gab sie sich vor der Siegerehrung selbst sehr überrascht.

Der Veranstalter hatte das Feld in zwei Startgruppen unterteilt. Mieke war als dritte im zweiten Startblock unterwegs. Im Ziel dann hatte sie ihre beiden Vorstarterinnen bereits überholt und kam als erste des zweiten Blocks an – schon mal ein sehr gutes Zeichen. Die Uhr blieb schließlich bei 34.22 Min stehen. Das war richtig schnell für 26 km und nur eine einzige Fahrerin aus den Niederlanden konnte es noch besser. Da strahlte der Blondschopf und mit Mieke auch Markus und Susanne, die kleine Fangruppe aus Brackwede sowie ihr Trainer Robert Pawlowski. Und auch Toni Kirsch, Vorsitzender des Landesverbandes, war sichtlich zufrieden.

 

Das Straßenrennen zwei Tage später über 129 km konnte Mieke nicht ganz so erfolgreich abschließen. Auf dem winkeligen, windanfälligen Rundkurs dezimierte sich das Fahrerinnenfeld von 130 Damen stark. Erst etwa 10 km vor dem Ziel gelang es einer Gruppe von drei Ausreißerinnen, sich vom mittlerweile auf rund 40 Fahrerinnen zusammengeschmolzenen Feld abzusetzen. Nachdem der Vorsprung auf rund 20 sec angewachsen war, setzte Mieke zur Verfolgung an, blieb mit diesem Vorhaben aber allein und konnte das Loch daher nicht schließen. Erst einen Km vor dem Ziel stellte das Peleton die Spitzengruppe, so das es letztlich doch zum Massensprint kam. Mieke rollte hier im Hauptfeld über den Zielstrich.

 

 

 


 

Zwei auf einen Streich

Kröger siegt in Bochum, Platz 2 in Quadrath

Eigentlch wollte Mieke die beiden Rennen "nur" zur Vorbereitung auf die EM am kommenden Wochenende fahren - aber siegen ist ja auch schön. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Mieke im Kreise regionaler Konkurrenz das Heft in die Hand nimmt und ein 40 km Rennen in ihrem Sinne gestalten kann. Herzlichen Glückwunsch dazu und alles alles Gute in den kommenden Tagen bei der EM! RVT wird berichten...

 

 

Im Dauertritt durch Thüringen

Zwischenbilanz nach dem ersten halben Jahr in der Damen-Elite

Ein Interview mit Mieke Kröger

 

 

RVT:

Mieke, du hast vor einigen Wochen dein Abitur bestanden. Herzlichen Glückwunsch! Wie hast du die Saisonvorbereitung mit den Vorbereitungen fürs Abi aufeinander abgestimmt?

Kröger: 

Ich habe im Training etwas auf die Bremse getreten, das Abi ging schon vor! Ich war neun Tage alleine auf Mallorca, da ich das Trainingslager des BDR, wegen Klausuren, nicht wahrnehmen konnte. Nach dem Abi haben wir dann versucht die fehlende Grundlage in einem TL im Harz zu kompensieren.

RVT: 

Du bist nun im ersten Jahr in der Frauen Eliteklasse unterwegs. Worin siehst du die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Frauen-Rennen und einem Juniorinnen Rennen.

Kröger:

In einem Frauenrennen wird sauberer und cleverer gefahren. Außerdem sind die Distanzen länger und die Konkurrenz ist größer, sowie auch die Leistungsdichte größer ist als in der Juniorinnenklasse.

RVT:

Als Juniorin hast du im letzten Jahr sagenhafte Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene erreicht und warst vielerorts das Maß der Dinge. Nun stehst du als Debütantin unter den großen Namen des Damenradsports. Wie wird man da aufgenommen?

Kröger:

Man kann schon sagen, dass ich genauso behandelt werde wie andere Debütantinnen...natürlich weiß die Eine oder Andere, wer die lange, blonde im RVT-Trikot ist...aber man muss sich erst mal einen Namen in der Elite-Klasse machen.

RVT:

Es ist dir auf Anhieb gelungen, auch in den großen Wettkämpfen – in Spanien, bei der Thüringen-Rundfahrt Anschluss zu finden. Wie sieht zur Zeit dein Trainingsalltag aus?

Kröger:

Zur Zeit sitze ich annähernd jeden Tag auf dem Rad, doch ich fahre manchmal auch nur Blümchen pflücken. Ich trainiere viel auf dem Zeitfahrrad, da ich bei der U-23 EM im Kampf gegen die Uhr antreten werde. Dazu kommen Trainingseinheiten auf der Bahn in Köln, da bald auch die DM-Bahn in Frankfurt/Oder ansteht.

RVT:

Das Gros der Teutoburger braucht nach einer 110er RTF erst mal eine Woche Regeneration. Du hast bei der Thüringen Rundfahrt 7 Tage Höchstleistung, fast jeden Tag mehr als 100 km unter Rennbedingungen absolviert. Wie fühlte sich das an? Hattest du morgens überhaupt noch Lust, auf´s Rad zu steigen.

Kröger:

Irgendwann hält sich die Lust, aufs Rad zu steigen, tatsächlich in Grenzen...aber im Laufe der Rundfahrt bekommt man eine Art Dauertritt, weshalb man die Distanzen gut verarbeiten kann. Doch dieser Dauertritt hat auch den Nachteil, dass der Parasympatikus, nach der Rundfahrt, extrem nach Aufmerksamkeit fordert und den Ruhepuls auf 41 sinken lässt, wodurch sich die Aktiven Phasen am Tag nur auf steinzeitliche Fluchtreflexe reduzieren.

RVT:

Welche Höhepunkte liegen im letzten Saisondrittel nun noch vor dir?

Kröger:

Anfang August steht in Holland die U-23 EM im Zeitfahren und auf der Straße an, direkt darauf folgt die DM-Bahn...weiter habe ich, wie so oft, keinen Überblick aber ich weiß, dass ich noch die EM-Bahn in Litauen fahren werde.

RVT:

Wenn man schon jetzt eine Zwischenbilanz der Saison ziehen würde: Was war dein größter Erfolg, gab es Enttäuschungen?

Kröger:

Mein größter Erfolg war bis jetzt der zweite Platz bei einer Etappe der Krasna Lipa Rundfahrt in Tschechien. Enttäuschend war für mich die DM Zeitfahren über 33 km, bei der ich 18. wurde.

RVT:

Aus der Abteilung Kurioses: Gab es in der Welt des richtig großen Radsportzirkus die ein oder andere Gelegenheit zum Schmunzeln oder zum Stirnrunzeln?

Kröger:

Zum Schmunzeln ist mein Trainingssturz mit den FES während der Thüringenrundfahrt...jemand, der schon einmal mit voller Kraft an einer Ampel angetreten ist, während die Kette ein Päuschen zwischen Rahmen und Kettenblatt eingelegt hat, weiß, welch wundervolle Salti man durch dies technische Können vollführen kann!

RVT:

Wie soll es sportlich im nächsten Jahr weitergehen, wie beruflich? Und: Gibt es einen besonders großen Wunsch, der in Erfüllung gehen sollte?

Kröger:

Sportlich gesehen wird einiges auf mich zukommen...Da Radsportler naturgemäß Bewegungs-Legastheniker sind und eigentlich nur gleichmäßig rotierende Beinbewegungen ausführen können, stelle ich mir mit meinem beruflichen Ziel, dem Sportstudium in Köln, und dem damit verbundenen Sporteignungstest, eine große Herausforderung!

Ein besonders großer Wunsch ist auf jeden Fall diesen verflixten Sporttest zu bestehen und nach Köln zu ziehen...ach...da wird mir doch glatt warm ums Herz!

RVT:

Die Schule ist zu Ende. Wofür nimmst du dir jetzt besonders viel Zeit – außer zum Radfahren.

Kröger:

Da meine inaktive Phase nach der Thüringenrundfahrt nun endlich überstanden ist, nehme ich mir jetzt mehr Zeit für meine Freunde, außerdem übe ich weiter fleißig den Handstand.

RVT:

Trainingsfahrten, Vereinsmeisterschaft, RTF, Weihnachtsfeier – wird noch etwas Zeit für den RV-Teutoburg übrig bleiben?

Kröger:

Natürlich bemühe ich mich, so oft wie möglich bei Vereinsaktivitäten dabei zu sein, doch da mein Rennkalender schon relativ voll gepackt ist und ich nur selten mal eine Woche zu Hause bin, ist es schwierig, an den Vereinsläufen und allwöchentlichen Trainingsfahrten teilzunehmen...aber ich gebe mein Bestes! ;)

RVT:

Mieke, wir drücken dir die Daumen für die Wettkämpfe in den Niederlanden! Vielen Dank für dieses Interview.

Kröger

Gerne, gerne!

 

 

 

Mieke fährt DM

In der TOP 20 der Elite

Das vorletzte Juniwochenende stand für Bielefelds schnellste Dame auf dem Rad im Zeichen der Deutschen Meisterschaft im sächsischen Zwenkau. Die großen Namen des Damenradsports dominierten die Wettkämpfe, Mieke konnte sich aber sowohl im Einzelzeitfahren am Freitag als auch im Straßenrennen behaupten. Schlussendlich kam mit Platz 18 im Rennen gegen die Uhr vielleicht nicht ganz das Ergebnis heraus, von dem Mieke geträumt hat, Platz 16 im Straßenrennen über 116 km kann man dagegen als überzeugende Standortbestimmung im Kreise der nationalen Damenelite betrachten. Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Einzelheiten, sobald Mieke sich persönlich äußert.      

 

Mieke kommt in Fahrt

Emakumeen Euskal Bira 2012

heißt "Baskische Rundfahrt der Frauen 2012" und ist ein Stelldichein der weiblichen Weltelite. Wer die "u50-kg" Klasse des männlichen Euskatel-Profiteams vor Augen hat ahnt, wie sich die Topographie Nordspaniens darstellt. Angesichts dieser doppelten Herausforderung brachte Mieke am ersten Tag der Rundfahrt die rote Laterne mit ins Ziel - wahrlich keine Schande! In der Ergebnisliste des zweiten Wettkampftages liest sich nun häufiger dnf (did not finished). Mieke aber ist auf Platz 73 von 88 verbliebenen Fahrerinnen gelistet! Die Teutoburgerin im Trikot der deutschen Nationalmannschaft nimmt Tuchfühlung auf zum who is who im internationalen Damenradsport. Apropos Tuchfühlung: die hatte Mieke leider auch im Finale mit einem Kraftfahrzeug. Mieke ist leider mal wieder lädiert unterwegs.

Die dritte Etappe war als Einzelzeitfahren ausgeschrieben - und das kann Mieke ja eigentlich ganz gut, wovon sich nun auch die erste Liga der Damenelite ein Bild machen kann: Platz 22 mit 1:06 Rückstand. Da sind nicht so viele so viel schneller!

Die Schlussetappe bot für die schnellste Brackwederin dann noch einmal alles auf, was Nordspanien so zu bieten hat: Anstiege, Abfahrten, enge Straßen und:Regen!!! Es heißt nicht umsonst Espana verde!

Mieke fand sogar Zeit, eigene kurze Rennberichte beizusteuern. Die Meisterin am Lenker kann bekanntermaßen auch gut mit dem Federkiel umgehen. Viel Spaß bei der Lektüre hier.

 


 

 

 

In Nordspanien

Hier ein paar Stichpunkte zum bisherigen Verlauf...
Dienstag: Durango-Durango; Platz 59, letzte die gewertet wurde..klingt zwar schlecht..aber alle die hinter mir waren wurden nicht gewertet...also doch ganz gut. Vier Runden à 18, nochwas Kilometer und dann noch zwei Berge zweite Kategorie....der letzte war total unnötig! Mein erster Defekt! :) überstanden! und ich hab mich nicht doof angestellt.
 

Donnerstag: Bira-Rundfahrt-Etappe1; lief eigentlich super...ziemlich schnell, alles auf Endspurt...Mieke hält voll rein...dann hängt sie sich am Hinterrad auf und stürzt sich in ein Auto...zwei Kilometer vorm Ziel...endlich bin ich mal wieder lädiert!

Am Freitag war die zweite Etappe der Bira-Rundfahrt...auf dem Höhenprofil erkannte man vier Berge...im Endeffekt war alles nur hoch und runter! War man oben, gings wieder runter...und dann zur Küstenstraße, verdammt verwinkelt und wellig! Und am Ende noch ein Berg der 2. Kategorie. ...lief alles in allem ganz gut und ich kam in sowas wie einem Hauptfeld an.. 

Samstag war dann das Zeitfahren...wie schon die Tage davor war das Höhenprofil nicht sehr aussagekräftig und die Strecke war ziemlich zum ...übergeben! Schlechter Asphalt, Splitt, steile Anstiege...insgesamt bin ich aber gut rumgekommen und mit Platz 22 und 1:06 min Rückstand auf die Erste gut zufrieden!

 

Heute ging es nochmal richtig rund! 117 km und viele Berge...vor allem der 11 km Anstieg rauf aufs wellige Hochplateau war krass. War zwar ein Rollerberg aber unglaublich lang...kurz vor der gefährlichen Abfahrt fing es auch noch an zu schütten...Da machte das Abfahren keinen Spaß und war eher eine Rutschpartie! Im Nachhinein hat es doch Spaß gemacht! Und Sarah-Lena hat das Nachwuchstrikot eingefahren!

 

Jetzt muss ich anstoßen gehen, bis bald

die Mieke

 

Öfter mal was Neues: Mieke bei den Sixdays Bremen

18.01.2012 | Hier ein Beitrag von Sat1 Regional: Link  (führt auf externe Seite)

 

"Schnell wie ein Pfeil: Mieke Kröger

Erst vor gut drei Jahren hat Mieke Kröger mit dem Radsport begonnen. Inzwischen ist die 18-jährige Bielefelderin Juniorenweltmeisterin, mehrfache Deutsche Meisterin, Olympiakandidatin - und nominiert für die Wahl zur Nachwuchssportlerin des Jahres in NRW."

soweit das Zitat vom WDR -  und Mittwoch abend im WDR Fernsehen Lokalzeit 19:30 bis 20:00!

Wer es verpasst hat, kann hier nochmal schauen: Link zum WDR

 

 

 

Radiointerview mit Mieke von Radio Bielefeld am 29.09.11:

Guckst du hier

 


6. Deutscher Meistertitel für Mieke Kröger

 

Goldener Oktober

 

Mit einem weiteren Meistertitel bestätigte Mieke bei der Deutschen Meisterschaft im Omnium ihre Ausnahmestellung im Kreis der deutschen Juniorinnen.

Der Wettkampf auf der Radrennbahn in Berlin bestand aus 6 Läufen: Rundenrekord, Ausscheidung sowie das Punktefahren wurde am Samstag ausgefahren, am Sonntag waren dann Zeitfahrwettkämpfe über 500m und 2000m angesagt und das Scratch. Sage und schreibe vier der sechs Läufe entschied die Teutoburgerin für sich. Der fünfte Deutsche Meistertitel in dieser Saison war ihr nicht mehr zu nehmen.

Natürlich war Mieke als Favoritin am Start. Auf Überraschungsangriffe brauchte sie sicher nicht zu setzen, in allen Läufen war sie markiert, ihre Aktionen blieben nie unbeantwortet. Entsprechend schwer wurde es ihr in den Läufen mit direkter Konkurrenz gemacht. Hier erwies sich Ariane Horbach als starke Konkurrentin, die Mieke immerhin das Punktefahren und den Scratch abnehmen konnte.

In Berlin verfolgte Mieke mit aufmerksamem Blick die Leistungen der Frauen Elite – der Wettkampfklasse, in der sie sich bald wird behaupten müssen. Fast ein wenig selbstkritisch bemerkte sie, dass ihr Rundenrekord noch gut 1 Sekunde hinter der Siegerzeit der Damen liegt und dass sie die 2000m auch nicht unter 2,30 beenden konnte. Absteigende Formkurve im Oktober zeigt aber auch , dass sie bis dahin alles richtig gemacht hat. Außerdem ist Kopenhagen auch mal gerade eine Woche her...darf man ja auch einfach mal etwas müde sein oder?

Mit diesem wohl letzten Wettkampf als Juniorin schließt Mieke zwei unglaublich erfolgreiche Jahre ab. RV Teutoburg freut sich mit ihr über diesen wohl letzten Glanzpunkt in ihrer Zeit als „U19w“. Herzlichen Glückwunsch!

 

    Berlin, 2.10.11

 

Nach Kopenhagen

Nur wer sich ins Licht stellen kann, kann auch Schatten werfen

Um es vorweg zu nehmen: Mieke hat es auf den letzten 2 km verpatzt. Daran gibt es nichts zu deuteln und sie wäre die Letzte, die dafür Ausflüchte und Entschuldigungen sucht. Das beste, was man dazu sagen kann, hat Frau Teutenberg beigesteuert, als sie Mieke getröstet hat: Sowas ist schon ganz anderen passiert...

Aber die Wettkämpfe der Juniorinnen bestanden aus mehr als 80 Rennkilometern. Da wären zunächst die 14 km des EZF, Mieke bot Fahrdynamik vom feinsten und wurde belohnt mit einer Bronzemedalle. Hauchzarte 2,8 sec von Gold entfernt - was wäre wohl, wenn Mieke zuletzt am Start gestanden hätte?

Dann die 70 perfekt gefahrenen Rennkilometer des Straßenrennens. Mieke, immer gut erkennbar an den gelben Schuhen, macht einfach alles richtg: Immer unter den ersten 10, immer aufmerksam. Mieke schont ihre Kräfte in der ersten Rennhälfte, setzt aber dann deutliche Akzente: Sie iniziieirt einen ersten, noch erfolglosen Ausreißversuch, stellt später die Holländerin Tejong und animiert danach deutlich die Fluchtgruppe zur gemeinsamen Arbeit. Mit untrüglichem Renninstinkt setzt sie als einzige in der entscheidenden Rennphase der Italienerin Ratto nach. Wie aus dem Lehrbuch baut Mieke mit Ratto und unterstützt von ihren Mannschaften die Führung aus und macht eigentlich alles alles richtig....

Vielleicht sollte man einiges nicht vergessen, wenn man die letzten Rennkilometer analysiert: Das war Miekes erste Begegnung mit dem ganz großen Radsportzirkus. Fernsehübertragung, Motorradstaffeln, die Nähe zu den ganz großen Namen des Radsports... all das hinterlässt ja auch Spuren. Anders als in den Rennen, die man sonst so  im TV sieht, hatte Mieke keinen Knopf im Ohr mit den taktischen Anweisungen des Trainers, sondern war ganz auf sich gestellt bei der Interpretation des Renngeschehens. Es ist leicht, sich die Haare zu raufen, wenn der Vorsprung sekundengenau in der Fußleiste bei Eurosport eingeblendet ist. Auf dem Rad ist aber nicht auf dem Sofa!

Wer auch nur ein bisschen vom Radsport versteht, wird ihre Leistung und ihren Erfolg in Kopenhagen richtig einordnen können und daraus eigentlich nur einen Schluss ziehen: Das war die Juniorinnen-WM der Mieke Kröger. Und mit ziemlicher Sicherheit nur ihre letzte als Juniorin!

 


 

Radrennen ist ungerecht

Miekes Galavorstellung bleibt unbelohnt

Flacher Kurs - Massensprint. Dass diese Gleichung (fast) immer aufgeht, musste Mieke Kröger im Straßenrennen der Juniorinnen in Kopenhagen nur 500 m vor dem Zielstrich schmerzhaft erfahren. Mieke hielt sich im gesamten Rennverlauf stets vorne auf und entging so den zahlreichen Stürzen im Feld. Zwar sind auch Miekes Sprinterqulitäten nicht schlecht - trotzdem wird vor dem Rennen klar die taktische Devise ausgegeben worden sein, ihre überragende Tempofestigkeit zu nutzen und ihr Heil in einer Fluchtgruppe zu suchen.  Schon in der vorletzten Runde war sie in einer kleinen Spitzengruppe vertreten und beteilgte sich dort fleißig an der Führungsarbeit. Im Feld hatte man jedoch aufgepasst und konnte die Ausreißer stellen. Als einzige konnte sie in der letzten Runde der italienschen Europameisterin Rosella Rotta nachsetzen und holte sie rasch ein. Das Duo baute seinen Vorsprung aus und hatte 2 km vor dem Ziel gut 30 Sekunden auf das Feld rausgefahren - eigentlich war die Sache klar und auch Eurosport Reporter Karsten Miegel freute sich schon über die zweite Medaille für die Teutoburgerin. Für den Zuschauer unerklärliches ereignete sich dann auf der Zielgerade: Das vermeintliche Siegerinnenduett nahm deutliche Tempo raus. Ob Mieke sich deutlicher in Führung wähnte, ob der Akku einfach leer war, ob Mieke alles auf eine Karte setzen wollte und sich in taktische Spielchen mit Rotta verwickeln ließ, ob es alles ganz anders war... - wir werden sie selber fragen müssen. So geschah das Unausweichliche: Mieke wurde in Sichtweite des Zielstrichs vom Feld überrollt und ging leer aus. Das Ergebnis ist sicherlich eine bittere Pille für die Juniorin - andrerseits konnte Mieke dem Rennen ihren Stempel aufdrücken und hat wohl grundsätzlich die richtige taktische Grundentscheidung für sich getroffen und ist in jedem Fall bis 1 km vor dem Zielstrich ein überragendes Rennen gefahren. Schlussendlich, wer kennt sie nicht, die alte Rennfahrerweisheit: Lieber von vorne sterben, als hinten nichts erben.

Für uns Teutoburger war sie die stärkste Fahrerin im Feld - zugegebnermaßen mit einer schwarz-weiß-blau getönten Brille betrachtet.


 

Bronze im EZF in Kopenhagen

Mieke sammelt internationales Edelmetall

Als neunte Fahrerin musste Mieke im ersten Wettkampf der Rad WM auf die Strecke. Schon an der ersten Zwischenzeitabnahme war klar, wer die Vorgabe macht, die an diesem Vormittag in Kopenhagen das Maß der Dinge darstellt: Mieke Kröger, die Brackwederin, wie Karsten Miegel, Fachmann für Radsport auf Eurosport, sachkundig erklärt.

Am Bildschirm lässt sich in den folgenden Minuten klar ausmachen, wie Mieke eins wird mit ihrem FES, kraftvoll und rund bewegt sie die Kurbeln, ruhig und fest ruhen Kopf und Oberkörper über dem Auflieger -  Indurain, Ullrich, Cancellara  - Kröger. Mieke, die Stilkone. 

Auch im  Ziel setzt Mieke mit 19:21,43 für mehr als eine halbe Stunde die Marke, an der sich die Weltelite der Juniorinnen die Zähne ausbeißt. Welche Anstrengung sie ihrem Körper abverlangt wird erst im Zielauslauf deutlich, als sie über den Lenker gebeugt heftig nach Luft ringt.

Lange, sehr lange darf Mieke auf dem heißen Stuhl mit dem Titel liebäugeln, stark eingeschätzte Fahrerinnen aus Spanien und den Niederlanden können nicht an ihrer Führungsposition rütteln. In Brackwede beginnt man, an den Banderolen der Sektflaschen zu nesteln.

Erst die letzten beiden Fahrerinnen, die Britin Elinor Barker und die Australierin Jessica Allen zeigen mit 19:20,47 und  19:18,63 Minuten, dass auch andernorts sehr schnell Rad gefahren wird. Mit 2,8 und 0,9 Sekunden Rückstand bewegt sich Mieke auf Augenhöhe mit den beiden schnellsten Mädels der Welt. Gold verloren? Nein, Bronze gewonnen! Daheim knallen die Korken an die Decke. Schon bei der Siegerehrung weiß Mieke ihren überragenden Erfolg richtig einzuschätzen und lächelt in die Kamera. Sie krönt mit der Bronzenen eine Saison der Superlative - vier deutsche Meistertitel, Weltmeisterin auf der Bahn und nun Bronze gegen die Uhr – welch eine Bilanz. 

Freitag Vormittag fällt der Startschuss für das Straßenrennen der Juniorinnen. Auch da wird Mieke vielleicht ein Wörtchen mitreden wollen. Ein wenig träumt man in Brackwede schon von weiter schrumpfenden Vorräten in den Sektkellern...


Bericht auf Eurosport

 

 

Krögers Spätlese

Miekes WM Vorbereitungen

16.09.11 - "Nur zur Ausbelastung" ist Mieke am Samstag Vormittag (nach Mithilfe beim RTF Start) nach Wuppertal zum Rennen um die Uni gefahren - und mit einem Sieg in der Juniroinnenklasse und Platz 2 im Gesamtfeld der Frauen-Elite heimgekehrt. Frauen und Juniorinnen starteten gemeinsam, kurze Zeit später ging das Feld der Junioren an den Start. Wie von Mieke erwartet pflügten die "Jungs" bald schon durch das weiblche Peleton. Mieke nutzte die Situation und hängte sich an ein schnelles Hinterrad. Zu diesem Zeitpunkt wähnte sie sich an der Spitze des Damenfeldes - was nicht so ganz stimmte, denn die spätere Siegerin Melanie Hessling hatte einen noch schnelleren Lift nach vorne erwischt. Durch die verschiedenen Starterfelder, Überrundungen und das Auseinanderfallen in kleine Gruppen entstand eine recht unübersichtliche Rennsituation. In den letzten Runden hatte Mieke dann wohl immer noch die Trainingsvorgabe "Ausbelastung" im Ohr - jedenfalls löste sie sich von der Gesamt-Zweitplatzierten Anna Bianca Schnitzmeier und überquerte "solo" den Zielstrich. Bravo!

Mieke ist seit Donnerstag in Kopenhagen. Die WM der Junioren wird am gleichen Ort wie die Profi-Läufe ausgetragen - welch ein Erlebnis für Mieke und welch ein Erfolg allein schon ihre Teilnahme am wohl größten Radsportevent des Jahres - sieht man mal von der Tour ab, die bekannntermaßen nur von Männern gefahren wird. Sie wird sowohl im Einzelzeitfahren (Montag, 19.9. 10 Uhr)  als auch im Straßenrennen (Freitag 23.9.) die deutschen Farben vertreten. Die Streckenführung des Zeitfahrens dürfte der großgewachsenen und kräftigen Teutoburgerin liegen, es ist flach und sehr schnell. Bleibt sie dieses mal vom Sturzpech verschont, zählt sicher zum Kreis der Medaillenanwärterinnen. Endlich wird dem Rennen auch die gebührende mediale Aufmerksamkeit zuteil: Eurosport überträgt beide Rennen live! Kann man also in Echtzeit überprüfen, was das Daumendrücken bewirkt.   

 

 

Titelverteidigung gelungen!

Mieke Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren

Mieke Kröger ist in dieser Saison in der Konkurrenz der Juniorinnen das Maß der Dinge. Im brandenburgischen Genthin - vor 2 Jahren schon mal Austragungsort der "Deutschen" (damals Platz 5 für Kröger) - ließ sie nichts anbrennen und siegte trotz der "unnützlichen Wellen" auf der Stecke. Mieke sammelte damit ihren 5. nationalen Titel ein. Traumhaft!

Abermals gehen dicke Glückwunsche an unsere Ausnahmeathletin.

 

Impressionen vom Empfang zu Ehren unserer Weltmeisterin Mieke Kröger:
 

Bürgermeister Detlev Helling übergibt Mieke einen Leineweber

Noch schnell ein Foto vor dem Unwetter

Fortsetzung im Trockenen

 Fotos: Mani Wollner

Käsefüße und Weltmeisterfinger....

Das Rezept dazu gibts hier

 

  

Wir sind Weltmeister

Mieke Kröger ist Weltmeisterin.

Sie hat es getan! Mieke Kröger siegte in Moskau bei den Juniorinnen in der 2000m Einzelverfolgung. Mit einer Sekunde Vorsprung sichert sie sich den WM Titel vor ihrer neuseeländschen Konkurrentin Geogia Williams. Die als Favoritin gehandelte Russin Aleksandra Chekina schaffte mit der nur drittbesten Qualifikationszeit den Sprung ins Finale nicht. Auch mit ihrer Zeit als Bronzemedaillengewinnerin blieb sie ein Zehntel hinter Mieke, die damit zweifelsfrei auf 2000m die zur Zeit schnellste Juniorin auf dem Erdkreis ist.

Mieke holt damit die zweite Goldmedaille für den Bund Deutscher Radfahrer. Schon in der Qualifikation legte Mieke mit fabelhaften 2:27,117 Minuten die schnellste Zeit vor. Brackwede taucht ein in die Farben des Regenbogens.

Spontan fand sich am Montag Morgen ein Empfangskomitee des RVT in Düsseldorf auf dem Flughafen ein. Mieke erschien im Weltmeistertrikot, um ihren Hals baumelte eine Goldmedaille. Es stand ihr richtig gut! Mit ihr freuten sich außer ihrer Mutter Waldi Futterleib, Marco Ortmeyer und  Markus Spiekermann. Zu den ersten Gratulanten auf heimischem Boden zählte kein geringerer als Erik Zabel, dessen Sohn Rick ebenfalls zum deutschen Juniorenteam gehörte.

 

Weitere Fotos hier

 

 

Kurznachricht aus Moskau

Platz 5 im Teamsprint

Zusammen mit ihren Partnerinnen Lisa Fischer und Lisa Külmer belegte Mieke in ihrem ersten Wettkampf in Moskau den 5. Platz. Man hatte sich wohl einiges mehr ausgerechnet, jedenfalls soll Mieke den Wettkampf dem Vernehmen nach kurz und knackig mit "Verkackt!" kommentiert haben. Vielleicht etwas übermotiviert gingen Mieke und Lisa Fischer in den Lauf und schlugen ein Tempo an, dem Küllmer nicht mehr folgen konnte. So musste das dritte Teammitglied reißen lassen. Das war sicher nicht so geplant, spricht aber andrerseits für Miekes Form und Motivation. Bleibt zu hoffen, dass sich ihre Erwartungen in der 1er Verfolgung am Sonntag besser realisieren lassen.

 

Mieke Kröger bei der WM der Junioren

Daumen drücken!

Mieke kommt bekanntermaßen rum in Sachen Radsport. An diesem Wochenende weilt die schnellste Teutoburgerin aller Zeiten in Moskau. Aber Weile mit Eile! Schwere Aufgaben warten, der Wettkampfplan ist anspruchsvoll und die anderen Mädels sind auch nicht so langsam. Aber Mieke wird´s schon richten!

Hier der Wettkampfplan.

Mittwoch, 17. August:
Teamsprint
Donnerstag, 18. August:
Mannschaftsverfolgung
Punktefahren
Freitag, 19. August:
Scratch
Sprint
Samstag, 20. August:
Omnium
Keirin
Sonntag, 21. August:
Einerverfolgung
500-Meter-Zeitfahren

Mieke im Kreise der Juniorinnen-Nationalmannschaft

Foto Küllmer

 


 

Mieke an ihrem 18. Geburtstag bei der Thüringen-Rundfahrt der Frauen. Teamzeitfahren.

Foto: Johanna Seidenbecher

Wie gesagt: Man könnte fast meinen, wir sind ein "Deutscher-Meister-Verein"...


Deutsche Meisterin 2000m Bahn Einzelverfolgung, 7. Juli 2011. Weitere Deutsche Meistertitel in diesem Jahr: Deutsche Bergmeisterin, Deutsche Meisterin Straßenrennen. 2010 Deutsche Meisterin Einzelzeitfahren.

 

Jäger und Sammler

 

In Berlin jagt Mieke Kröger in 2:29.014 auf 2000m über die Radrennbahn und sammelt damit ihren vierten deutschen Meistertitel ein. Abermals bleibt sie deutlich unter den magischen 2:30 auf dieser Distanz und stellt damit erneut ihre Ausnahmestellung im Kreis der deutschen Juniorinnen unter Beweis. Ihrer Finalgegnerin Lisa Fischer nahm sie in der Einzelverfolgung mehr als 5 Sekunden ab. Der Wettkampf zählt zur Bundesligawertung, so dass Mieke ihren Rückstand auf Fischer weiter verkürzen kann.

Einen weiteren Wunschtraum erfüllte sich die Teutoburgerin am Vortag: Nach mehreren Bronze- und Goldmedaillen auf einer „ Deutschen“ endlich mal Silber. Mieke trat auf der Sprintdistanz über 500 m an. Aufgrund ihrer Statur ist ihr die Kurzstrecke eher nicht auf den Leib geschrieben, trotzdem musste sie sich hier nur Monika Kendziora um 6 Zehntel geschlagen geben.

Weitere Bahnwettkämpfe stehen am Wochenende an, wahrscheinlich jagt und sammelt Mieke weiter.

Wäre Mieke vor 10000 Jahren wohl auch bei der Pirsch auf´s Mammut im Team gewesen und hätte eher Trophäen als Waldfrüchte in der steinzeitlichen Trikottasche verstaut? Wahrscheinlich nicht, denn die sehr tierliebe Vegetarierin ist sicher froh, heute sehr viel kultivierter ans Werk gehen zu können – zur Freude aller Mammuts und zur Freude des RVT!

 

 

 

 

Deutsche Meisterin Straße U19w


Sie kann´s nicht lassen...
Mieke Kröger Deutsche Meisterin Straße

 

Ihren nunmehr dritten deutschen Meistertitel in der U19w sammelte Mieke im thüringischen Meiningen ein. Mit der prestigeträchtigen Auszeichnung darf sich Mieke nun neben dem Meistertitel im Einzelzeitfahren von 2010 und der deutschen Bergmeisterschaft schmücken. Damit reiht sie ein weiteres Glanzstück in Gold in ihre Palmarés ein.

Im Schlussspurt lieferte Lisa Fischer vom thüringischen Landesverband in ihrem Heimrennen der Brackwederin ein packendes Duell, in dem letztlich Mieke die Nase knapp vorn hatte.

Auf der hügeligen 18 km Strecke stand ordentlich Wind. Die Zutaten waren angerichtet für ein selektives Rennen, in dem nur die stärksten Fahrerinnen eine Chance auf vordere Platzierungen haben sollten.

 

In der zweiten von vier Runden attackierte Madeleine Orthmüller, die Mitfavoritinnen Fischer und Kröger hatten jedoch acht gegeben und sprangen an deren Hinterrad. Bis kurz vor dem Finale hatte diese Spitzengruppe Bestand, die Jüngste des Trios konnte jedoch nicht mehr in die Entscheidung eingreifen und passierte mit 8 Sekunden Rückstand die Ziellinie. Mit einigem Abstand folgte das Feld.

 

Nach ihrem Sieg in Buchenau und dem Meistertitel hat sich damit Mieke an die Spitze der BDR Juniorinnen Rangliste gesetzt.


Letztlich nur eine Bestätigung dessen, was wir alle wissen. Mieke ist eine Ausnahmeathletin in den Reihen des RVT, ein Jahrhunderttalent. Wir dürfen das sagen, wir sind schon seit 1891 im Geschäft und wissen, wovon wir reden. Ein Bekenntnis sei aber noch erlaubt: Mieke, es ist schön, Dich in unseren Reihen zu wissen. Wir sind stolz auf dich!

 

 

Schon wieder!

Mieke gewinnt Bundesligarennen in Buchenau

Ihren insgesamt dritten Bundelsigasieg in der laufenden Saison macht Mieke im nordhessischen Buchenau perfekt. Der knapp 10 km lange Rundkurs mit einer 4 km langen, gleichmäßigen Steigung fand schon in der Steckenerkundung Miekes Gefallen. Der 300 m lange, schnurgrade Schlussanstieg war dann eine Zielgerade, auf der Mieke ihre Stärken voll ausspielen konnte. Nach 8 Runden erriechte sie mit knappem Zeitvorsprung zuammen mit den übrigen Favoritinnen Küllmer, Horbach und Fischer, die sich in dieser Reihenfolge platzierten den Zielstrich als Erste. Wow!

Vor den nun noch ausstehenden beiden Wettkämpfen steht Mieke auf Platz zwei der Gesamtwertung. Ihren Rückstand auf Lisa Fischer konnte sie weiter verkürzen. Mit Einzelzeitfahren und den Bahnwettkämpfen stehen noch zwei Disziplinen an, die der "Großen" gut liegen. Gut möglich, dass Mieke schon mal davon träumt, auch die Gesamtwertung für sich zu entscheiden... Am kommenden Wochenende steht aber zunächst die "Deutsche" an. Und auch da hat die Teutoburgerin eine Top-Platzierung fest im Blick.

Des einen Leid - des anderen Freud: Nachdem das SRM-Poison-Team leider Geschichte ist, wird auf Platz eins der Einzeltageswertung von Buchenau wer geführt? Richtig, der RV-Teutoburg Brackwede! 

 

Bundesligasieg für Mieke Kröger

14. Mai. Im ersten Lauf des Bundesligawochenendes im bayreichen Karbach siegte Mieke in ihrer Paradedisziplin, dem Einzelzeitfahren souverän mit 32 Sekunden Vorsprung.  Auf der 11,2 km langen Strecke folgten der deutschen Meisterin  auf den Plätzen die "Lisas" Fischer und Küllmer. Hätte es einer Entschuldigung für ihr Fehlen beim morgigen Heimrennen bedurft: Mit großer Anerkennung und Freude hiermit erteilt!

 

Kröger wird Landesmeisterin

Mieke gewinnt das Rennen um die Landesmeisterschaft NRW in Dülmen. Nicht irgendwie knapp und mit  der Damenelite ins Ziel gerollt, sondern 4 von 7 Runden allein von vorn. Die mit Zeitvorsprung ins Rennen geschickte Damenelite rollte Mieke mit Unterstützung ihres SRM Teams von hinten auf und startete dann zu ihrem Solo durch. In Kürze mehr...

 

Deutsche Bergmeisterschaft an Mieke Kröger

 

Foto: Mani Wollner

Ja, ja, ruhig zweimal hinschauen: Niemand Geringere als Hanka Kupfernagel, Legende des deutschen Frauenradsports steht da ganz oben auf dem Treppchen neben Mieke. Oder sollte man vielleicht besser sagen, niemand Geringere als Mieke Kröger steht da neben Hanka?

Im bayrischen Albstadt ging es um die schnellsten Beine am Berg. Und duchaus nicht erwartbar gehören die an diesem Tag der Brackweder Juniorin. Sie gewann vor Lisa Fischer und reihte damit nach dem Doppelfolg von Karbach (EZF und Straße) vor einer Woche den dritten Bundesligasieg in 8 Tagen in ihre Palmares ein. Mieke stellt damit nachdrücklich unter Beweis, dass sie eine komplette Rennfahrerin geworden ist: Tempofest, sprintstark und kletterfähig auf jeweils höchstem Niveau.

Einzelheiten zum Rennverlauf in Kürze und hoffentlich aus ihrer eigenen Feder - um mal nebenher eine weitere besondere Qualität der fast 18-jährigen Schülerin anzusprechen.   

Nachtrag: Mieke siegt schneller als ich schreiben kann: Auch auf der letzten Etappe hatte sie im Massensprint die Nase vorn! Also: Vierter Sieg in 8 Tagen.

 

Kröger fährt deutschen Bahnrekord

Im Olymp angekommen

Bei der Bahnsichtung am vergangenen Wochenende in Frankfurt gelang es Mieke, die 2000 m in 2:28,905 zu fahren. Um diese Zeit einzuordnen muss man schon weit in die Radsportgeschichte zurückblicken und stößt dann auf die großen Namen: Miekes Zeit ist die beste Juniorinnenzeit seit 13 Jahren. 1992 war Hanka Kupfernagel bei den Weltmeisterschaften etwas schneller und 1998 lag Judith Arndt auf der Höhenbahn in Ecuador noch um einen Lidschlag vor Mieke. 

In stiller Ehrfurcht enthält sich der Chronist jedes weiteren Kommentars und lässt diese Nachricht einfach mal für sich stehen!

 

Überragende Auftakterfolge

 

Bundesliga: Mieke Kröger fährt ganz vorne mit


Im Radsport sind Vergleiche zur Tierwelt verbreitet. Insbesondere das Hausschwein muss für allerlei Metaphern herhalten. Ganz unten in der Hierarchie steht die verarbeitete Form: Als „Wurst“ steigst du besser gleich vom Rad. Ganz oben dagegen die Sau. Wir denken an das legendäre Bölts-Zitat an die Adresse des späteren Toursiegers: „Quäl dich du Sau“. Aufgrund überragender Leistungsfähigkeit darf sich Mieke ab sofort mit einer ähnlichen Bezeichnung schmücken: Das Druckschwein! Aber lassen wir die zur Zeit erfolgreichste Teutoburgerin mit Ihrem Bericht zum 2. Bundesligarennen in der Nähe von Nürnberg selbst zu Wort kommen:


„Tja also wir sind nur vier Runden a 16 Kilometer gefahren...als Fischer weggefahren ist, ich denke auf eine Attacke der Frauen hin, hätten Lisa Küllmer, Madeleine und ich locker wieder hinfahren können, wir hatten sie immer vor uns, aber die Frauen haben sich in den Kreisel gehängt und dann ausgebremst, als sie vorne waren. (...)
In der letzten Runde gab es dann Gerangel um den Wind vorne...man wollte schließlich als erste in den Berg. Also dann kam wohl eine riesige Wand sich gegenseitig belauernder Juniorinnen auf das Schloss Cadolzburg zugerast...Lisa Küllmer und ich haben noch einen Verpflegungsmenschen von Nutrixxion mit unseren Trinkflaschen abgeworfen...dann attackierte Lara Tomisch vor der steilen Kurve in die Rampe, ich hinterher, hab sie schnell eingeholt...(die Rampe war in steil, lang, ohne Kopfsteinpflaster und kurz, steil mit Kopfsteinpflaster "unterteilt"...)
An der ersten Steigung kam Lisa Küllmer an mir vorbei gerauscht, aber am Kopfsteinpflasterstück hab ich dann meine (nicht ganz 1200 W Maximalkraft (aber pssst)) rausgeholt und bin noch an ihr vorbei. Wie sie mir später sagte, dachte sie: " Oh nee, jetzt kommt Mieke, dieses Druckschwein..."
Tja und dann saß ich mit nem Schweinegesicht auf der vordersten Spitze meines Sattels und hab den 2. Platz gemacht...das Bild will ich nicht sehen...

Dem nur wenig nach steht der vierte Platz aus den Bundesligarennen in Günzach vom vergangenen Wochenende. Gemessen an ihren Vorjahresleistungen konnte sie weitere große Fortschritte machen. Das macht Lust auf die nächsten Bundesligarennen und lässt weitere Top-Ergebnisse erwarten. Wir drücken die Daumen, warten gespannt und: Mieke vor dem Zielstrich in der Bundesliga... das Bild wollen wir noch ganz oft sehen...


 

Mieke Kröger Landesmeisterin auf der Bahn

Mit einem Paukenschlag beginnt Mieke ihre zweite Saison als Juniorin: Auf der Radrennbahn in Büttgen dominiert sie alle Wettbewerbe. Sowohl die beiden Zeitfahren über 500m und 2000m entscheidet die Brackwederin für sich als auch das Punktefahren. Hier entscheidet sie aus dem Feld heraus die erste Wertung für sich, entschließt sich durchzuziehen und fährt kurze Zeit später von hinten wieder ins Feld. Fast scheint es, als strecke die Konkurrenz angesichts Miekes drückender Überlegenheit die Waffen.

Mit ersten Erfolgen können auch Stefan Gernemann und Daniel Diedrichsen in der noch jungen Saison aufwarten. Stefan erreichte im stark besetzten Seniorenfeld in Bramsche den 10. Platz. Daniel konnte sich in seinem zweiten C-Klasse Rennen in Börger im Feld behaupten. Er rollte als 23ster über die Ziellinie. Die Basis für weitere Erfolge ist damit gelegt. Im gleichen Rennen plazierte sich der im Trikot der Werningeroder fahrende Thomas Dunkel als 8. Glückwunsch!

 

Mieke Kröger schließt Saison ab

Beeindruckende Gesamtbilanz

Ein kleiner Rückblick
 

Nach den Bahnwettbewerben in Berlin kann Mieke auf überragende Erfolge in 2010 zurückblicken. Hier nur einige Höhepunkte ihrer ersten(!) Juniorinnensaison: Deutsche Meisterin EZF, 8. im EZF bei der WM in Italien, Gesamtzweite der Radbundesliga, Gesamtdritte der Bundesrangliste, Bundesligasieg in Überherrn, 3. im Straßenrennen um die Deutsche Meisterschaft, 3. Deutsche Meisterschaft Bahn, insgesamt 11 Podiumsplatzierugen, darunter 3 Siege!

Für alle überraschend war sicherlich die Rasanz, mit der Mieke Form aufbaute und sich praktisch von Beginn an in der nationalen Leistungsspitze etablieren konnte. Jeder Radsportler weiß, wie viel Trainingsfleiß und Diszilpin hinter den Erfolgen steckt. War es einerseits ein Vergnügen, ihre Wettkämpfe zu verfolgen, so gab es andrerseits aber auch einige Tiefpunkte: Zu Beginn der Saison war sie zunächst durch Kniebeschwerden gehandikapt und dann vom Sturzpech verfolgt. Kaum eine Woche ohne Borke am Knie und immer neue Schrammen am Rad.  Aber es zeichnet sie eben auch aus, dass sie sich zu keiner Zeit und von nichts in ihrem kontniuierlichen Trainingsaufbau hat stören lassen.

Großen Anteil an ihren Erfolgen hat sicherlich ihr SRM-Team. Welchen Aufwand Mieke treiben muss, um mit ihrem Team an den Start gehen zu können, kann man  - übrigens auf sehr unterhaltsame Weise - in ihrem Rennberichten auf dieser Seite nachlesen. Wer nun glaubt, angesicht dieser Jahresbilanz sähe sich Mieke schon im Rennfahrerolymp angekommen, der ist auf´s angnehmste enttäuscht: Trotz ihrer beeindruckenden Palmares stapelt sie gerne tief. O-Ton aus der letzten Vereinsversammlung. "Ich hab ja nur gewonnen, weil die anderen nicht da waren". Zweifellos faustdick gelogen, aber sehr sympathisch. Typisch Mieke eben!

RVT freut sich mit dir über eine sensationelle erste Juniorinnensaison.

 

RV Teutoburg im Medaillenregen:

Mieke Kröger holt Bronze bei der Bahn DM

Miekes Erfogsserie reißt nicht ab: In der 2000m 1er Verfolgung verpasste Mieke zwar in der Qualifikation das Große Finale, im Kleinen revanchierte sie sich aber mit der besten gefahrenen Zeit im gesamten Wettkampf der Juniorinnen. Das langte locker für die Bronzemedalle und damit zum dritten mal innerhalb von 4 Wochen zu einem Platz auf dem Siegerpodest einer deutschen Meisterschaft. Einzelheiten in Kürze...

Zur gleichen Zeit gewann Jan Eric Schwarzer auf der Bielefelder Bahn das deutsche Steherchampionat.

 

Ganz schnell - ganz oben!

Mieke Kröger ist Deutsche Meisterin!

Einzelzeitfahren in Unna bringt Mieke ihren wichtigsten Sieg ein

War es die akribische Vorbereitung mit mehreren Streckenbesuchen, war es die neue Zeitfahrmaschine, war es die gute Betreuung durch die "SRMs" vor Ort oder war es der große Fantroß des RVT, der in Unna dabei war und kräftig anfeuerte? Sicher von allem ein bisschen, aber zu allererst ist es es Mieke selber, der dieser großartige Erfolg zuzuschreiben ist.

Der 16 km Kurs rund um Unna Mühlhausen schien Mieke auf den Leib geschrieben zu sein. Ihr kraftvoller Tritt und ihre in langen Trainingskilometern erworbene Topform sind uns bekannt. Heute aber ist sie zweifellos bis an ihre Grenze gegangen - und sicher auch ein wenig darüber hinaus. "Das tat am Anfang ganz schön weh" bekannte sie noch auf dem "heißen Stuhl". Vor allem der harte Anstieg gleich zu Beginn des Kurses war sicher nicht ihr Ding. Aber als es dann rollte war mit einem Stundenmittel von mehr als 44 km kein Halten mehr. Trotz teilweise besserer Zwischenzeiten an den Messpunkten der ersten Rennhälfte war am Ende keine andere Juniorin heute schneller. Landestrainer Robert Pawlowski, der Mieke im Wagen begleitete bestätigt dann auch: "Einfach alles richtig gemacht!"

Mieke ist damit die erste weibliche Deutsche Meisterin des RV Teutoburg Brackwede seit 1891. Wow! 

Der Start

Geschafft!

Die Fans

Gewonnen!

 

Deutsche Meisterschaft Straße in Bundenthal

Sensationell: Mieke Kröger erringt Bronze

Nicht irgendwo, nein bei der "Deutschen" in Bundenthal konnte die zur Zeit erfolgreichste Teutoburgerin die Farben des RVT auf dem Siegertreppchen präsentieren. Mieke erreichte das Ziel nach 6 Runden und 70 km als dritte und darf nun die Bronzemedallie der deutschen Meisterschaft mit nach Brackwede nehmen. Bemerkenswert ist sicher auch der Rennverlauf. Schon in der 2. Runde setzte sich Mieke in einer 5-köpfigen Spitzengruppe ab, aus der jedoch im weiteren Rennverlauf auf der bergigen Strecke zwei Fahrerinnen wieder abfielen. In der dritten Runde attackierte die spätere Siegerin Anna Lena Hofmann, der nur Lisa Fischer folgen konnte. Mieke blieb in der zweiten Rennhälfte allein ziwschen den beiden und dem Hauptfeld zurück, aus dem immer wieder Vorstöße lanciert wurden. Kaum zu glauben, sie rettete einen fast 5 minütigen Vorsprung über die verbleibende Renndistanz! Noch Fragen?

Ein schönes Bild von einer glücklichen Teutoburgerin kann man hier bewundern:

Mieke DM 2010


 

Bundesligafinale Radrennbahn Berlin

Bestzeit in der "Team"verfolgung

Mieke Kröger siegt mit dem SRM-Poison Team.

Teamzeitfahren ist dadurch gekennzeichenet, dass sich die Mannschaftsmitglieder in der Führungsarbeit ablösen und dadurch insgesamt schneller fahren können. Soweit die Theorie. Wie es in der Praxis aussieht, kann man unter

www.srm-poison-bike-team.de lesen. Zugleich ein erster Appetithappen auf Miekes Bundesligafinale auf der Bahn in Berlin. Weiteres in Kürze...

Foto mit freundlicher Genehmigung von Mani Wollner

 


 

Mieke dominiert BDR Bahnsichtung

Sieg in drei von vier Wettbewerben

bei den BDR-Sichtungen auf der Frankfurter Radrennbahn ging auch gegen Saisonende kaum ein Weg an der starken Teutoburgerin vorbei: Ob im 2000m Omnium, beim Punktefahren oder in der Einerverfolgung, stets war Mieke Kröger präsent und entschied alle Wettkämpfe für sich. Nur im Sprint über 500m  zog die Konkurenz teilweise an ihr vorbei. Aber wie sagt der Rheinländer doch so treffend: "Man muss auch gönnen können". Und schließlich fährt sie ja für ein Kölner Team!

Miekes starker Auftritt auf der Bahn gibt Grund zur Hoffnung, dass sie ihren zweiten Platz in der Bundesligagesamtwertung auch am kommenden Wochenende in Berlin verteidigen kann - da stehen nämlich im Bundesligafinale ebenfalls Bahnwettkämpfe an. Daumen drücken!

 


 

 

Bundesliga: Mieke Kröger auf Rang 12 in Ellmendingen

 

Mieke Kröger vom R.V. Teutoburg Brackwede hat sich auch beim 3. Bundesliga-Rennen der Saison 2010 in der deutschen Spitze etabliert.
Auf einem brutal schweren 14,8 Km langen Rundkurs im Badischen Keltern-Ellmendingen wurde das Starterfeld durch die Belgische Nationalmannschaft aufgewertet. Gleich nach dem Start fiel das Feld, das zusammen mit der Frauen-Bundesliga ins Rennen geschickt wurde, auseinander und nur 2 Juniorinnen schafften den Verbleib in der Kopfgruppe. Es siegte Sarah-Lena Hofmann (LV Bayern/Hessen-Haibike).
In Krögers Gruppe befanden sich eine Reihe von Belgischen Nationalfahrerinnen und die Teutoburgerin landete am Ende auf einem starken 12. Rang und damit unter den deutschen Starterinnen auf Rang 8. Innerhalb ihres SRM&Poison Bike Team NRW war sie damit zum 3. Mal stärkste Fahrerin.
In der Gesamtwertung liegt Mieke Kröger nun auf Rang 2. Auch in der Mannschaftswertung rangieren die NRW-Fahrerinnen auf Platz 2.
Das nächste Bundesliga-Rennen findet im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren in Unna Ende Juni statt.

 

 


Mieke siegt im 2. Bundesligarennen

Teutoburger Juniorin übernimmt Trikot der Gesamtführenden

25.04.2010. Nach dem 9.Platz in Günzach legte Mieke heute sehr eindrucksvoll nach und holte sich in Überherrn/Saarland den Tagessieg. Damit  durfte sie das gelbe Trikot der Gesamtführenden in der Bundesligawertung überstreifen. Sicherlich der größte Erfolg in ihrer sportlichen Laufbahn! In den kommenden Tagen werden die Gratulanten zu Recht Schlange stehen...

Schlüsselstelle im 14 km Rundkurs war ein 3km langer Anstieg. Schon in einer frühen Rennphase erhöhte die Damen-Eliteklasse, die im gleichen Rennen fuhr, das Tempo und ließ etliche Juniorinnen "fliegen" gehen. Mieke dagegen konnte mithalten und legte damit den Grundstock für ihren späteren Erfolg.

Aber allzu viele Details sollen hier nicht verraten werden, dass teilt die wortgewandte Teutoburgerin viel lebendiger selber hier mit.

Damit ist der von einigen Stürzen und "Materialermüdungen" gekennzeichnte Saisonauftakt von Mieke sicherlich ad Acta gelegt. Und ganz nebenbei ist bewiesen, dass die beste Vorbereitung für ein Bundesligarennen in der Teilnahme am "Augen-auf-Vereinslauf" beim RV Teutoburg besteht (s.u.)!

Wer Mieke bei der Siegerehrung im schmucken gelben Leibchen sehen möchte, kann hier nachschauen.:

www.srm-poison-bike-team.de

Fotos mit freundl. Genehmigung von Mani Wollner

 


Miekes Bundesligadebüt 2010: Platz 9 Günzach /Bayern

Mit einem beeindruckenden Erfolg gab Mieke am Sonntag ihr Stelldichein im Kreise der besten Juniorinnen aus Deutschland. Mieke startete für das SRM Team aus Köln und fuhr (fast sturzfrei...) nach 75 km als beste NRW-Fahrerin über den Zielstrich. Damit gab sie in ihrem ersten Juniorinnenrennen zugleich eine Standortbestimmung in der neuen Rennklasse ab: Ganz weit vorn! Glückwunsch Mieke, wir freuen uns mit dir! (Ein Bericht und Fotos sind schon hier auf der Homepage des SRM & Poison Bike Teams zu sehen: srm-poison-bike-team.de).

Aus Miekes eigner Feder hier ein Rennbericht mit dem Prädikat unbedingt lesenswert